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Nachhaltigkeit lernen

Nachhaltigkeit lernen

Bundespräsident Horst Köhler hat YOOW persönlich kennen gelernt. Auf seinen ersten Afrika-Besuch hat er einige – von YOOW-Jugendlichen gesammelte und von YOOW-Senioren aufgearbeitete – Nähmaschinen im Präsidenten-Flugzeug nach Sierra Leone gebracht und dort unseren Partnern übergeben.


Rede von Wolfgang Priewe

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Sehr geehrte Frau Köhler!,

Liebe Mitstreiter vom OSZ, vom Werkhaus Anti-Rost, vom Verein Bintumani und vom Internationalen Bund für Sozialarbeit, verehrte Gäste!

Sie, Herr Bundespräsident und Ihre Gattin, sind heute bei uns zu Gast; ich war das letzte Jahr Gast bei Ihnen.

Ihre Behörde reagierte dann entsprechend und wir erfuhren von Ihren Mitarbeitern, dass Sie Sierra Leone besuchen werden, und so sind wir dann Schritt für Schritt zusammengekommen.

Ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit war, dass Sie auf Ihrer Afrikareise einige Nähmaschinen von uns schon quasi im Gepäck hatten.
Dafür möchte ich mich an dieser Stelle rückwirkend bedanken.


Jetzt zum Projekt:

Jung und Alt für eine Welt…ein fast prophetisches Wort auf dem Hintergrund der aktuellen Weltlage.

Krieg, Hunger, Vertreibung, Tod… das ist der Aussatz des, bis auf wenige Ausnahmen, geschundenen Afrikas.

Aber…und das waren Ihre Worte in der Tübinger Weltethos-Rede letzten Jahres:

Für mich entscheidet sich die Menschlichkeit unserer Welt am Schicksal Afrikas“, und noch ein Wort von Ihnen in der Rede nach Ihrer Wahl vor der Bundesversammlung: „Wir müssen auch eine konkrete Antwort auf die Frage finden, was uns ältere Menschen wert sind. Um die Zukunft zu gewinnen, brauchen wir deren Erfahrung und Weisheit. Wir müssen an der Freundschaft zwischen den Generationen schon jetzt arbeiten.“

Beides haben wir über dieses Projekt, global übergreifend, versucht einzulösen.

Wir …das sind das Werkhaus Anti-Rost, das Oberstufenzentrum für Konstruktionsbautechnik „Hans Böckler Schule“, der Deutsch-Sierra-Leonische Verein „Bintumani“ und der Internationale Bund für Sozialarbeit.

Jung und Alt für eine Welt

Das heißt für uns konkret:

Wir haben uns für Sierra Leone entschieden…ein erst seit wenigen Jahren wieder zur Ruhe gekommenes geschundenes Land. So genannte Kindersoldaten wurden rekrutiert und rücksichtslos zur Durchsetzung machtpolitischer Ziele benutzt. Tausende Menschen wurden ermordet oder grausam verstümmelt. Der Krieg ist zu Ende, der Frieden mehr als zerbrechlich und die Not übergroß. Was bleibt: ehemalige Kindersoldaten ohne Schul-, geschweige denn Berufsausbildung, ohne Aussicht ein normales, zukunftsorientiertes Leben führen zu können.

Sie, Herr Bundespräsident, und auch ich gehören zu den Jahrgängen, die Krieg als Kinder und die Nachkriegszeit als Heranwachsende erlebt haben. Hunger, Vertreibung, kein Dach über dem Kopf, die Eltern verloren…, das sind für uns keine Fernsehbilder, sondern bittere Erinnerungen.

Das war dann auch der entscheidende Anstoß, besonders von uns Älteren, hier helfen zu wollen!

Wie sieht das nun im Einzelnen aus:

Junge und alte Metaller sammeln gespendete Werkzeuge, Maschinen, Generatoren sowie Nähmaschinen, prüfen sie auf ihre Funktionsfähigkeit und reparieren sie gegebenenfalls.

Die Schlosserei wird von in Ausbildung stehenden Jungmetallern und Altmetallern von Anti-Rost hier im OSZ „Hans Böckler“, in deren Werkstätten geprüft, zusammengestellt und in einem bereitgestellten Container als komplette Werkstatt installiert. In dem anderen Container werden ca. 120, von Tempelhofer Bürgern gespendete und im Werkhaus Anti-Rost durch einen Nähmaschinenmechaniker geprüfte, Nähmaschinen verpackt, dann auf dem Seeweg nach Freetown verschifft und dort vor Ort den Verantwortlichen des Vereins „Bintumani“ übergeben.

All diese Tätigkeiten werden freiwillig, ohne jegliche Bezahlung durchgeführt und durch Spenden unterstützt.

Dafür, von dieser Stelle, meinen aufrichtigen Dank an alle!!

YOOW-Hilfen in Afrika

Partner

Mazylis